Einmal Mobbing zum Mitnehmen, bitte.

März 14, 2010

Auf dem Weg in den Sonntag heule ich mir den Samstag aus dem Leib. Die Lebensplanung der Bierfahne, die sich in mein Bett krümelt; zwei Stunden nachdem ich einschlafen konnte, eine, bevor ich raus muss und kalt wie ein Eisblock. Auch im übertragenen Sinn.
Tränen aus Eisblock, interessant. Wenn man funktionieren muss, frieren sie einem die Charmeoffensive ins Gesicht. Sobald es still ist, fangen sie an zu tauen. Manche nennen es Depression. Bei mir:  Lebensplanung.

Mein gefrorener Charme aber birgt durchaus Überraschungen. Eine Unterhaltung mit einem griechischen Pfingstler über die reformpädagogische Aura des Schneeglöckchens und die Absurdität türkischer Zeugen Jehovas.
Ein Herr möchte mich zur Schirmherrin eines „Mach es zu deinem Projekt“-Projekts machen, wegen meiner Stimme. Meine Sonntagsstimme. Mühsam verbrochen mit Hilfe einer Mischung aus Erkältung, Schlafdefizit, Zigaretten und Starkbier. Seit letzterem frage ich mich, ob ein Sicherheitsdienst Betrunkene mit Kabelbindern fixieren darf. Aber gut, ich bin ja in München.

Ach so – mein Sonntag dreht sich ansonsten um das Thema Gesundheit. Ich diskutiere lebhaft den Ausdruck und das Konzept „Bewegungsprävention“ in diesem Zusammenhang. Sofort fallen mir ein: das „Methodenhandbuch Rechtsextremismus“ und die „Gewaltakademie“. Morgen arbeite ich zum Thema Mobbing. Irgendwann werde ich mit Sicherheit schizophren. Aber vorher sprühe ich noch ein wenig Charme.

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