Besinnliches. Und Kekse und Kerzen.

Dezember 11, 2013

Es ist so. Der Nikolausfeier folgt die Adventsfeier in der Hospitalisierung. Es werden Nüsse verteilt, die wir zu „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ aneinanderschlagen. Ich singe nach Zwackverbot mal wieder nicht, der Zwack nimmt dafür meine Nüsse, weil vier mehr sind als zwei und ruft immer nur „Auf! Auf! Auf!“. Dann singe ich ein weiteres Lied nicht mit und wir müssen die Nüsse wieder hergeben. Ungern, weil keine Nüsse sind weniger als vier und die Schale voller Nüsse gleicht dem Jackpot.

Nach der musikalischen Einstimmung dürfen Kinder und Eltern Styroporchristbaumkugeln bemalen. Mit Farbe. Und Glitzer.
Alle (alle!) Kinder lassen sich einen Malkittel überziehen und setzen sich an den Tisch. Ich versuche erst gar nicht, dem Zwack einen Kittel anzuziehen und schiebe auch den Stuhl weg. Der Zwack rennt aufgeregt um den Tisch, will Glitzer verteilen und Farbe trinken. Oder mich anmalen. Oder fuchteln. Am Ende jedenfalls sind wir beide voller Farbe und Glitzer, die Kugeln haben auch ein wenig was abgekriegt.

Es folgen Essen und Spielen. Während alle (alle!) Kinder am Tisch sitzen und ein bisschen Kuchen knabbern, bleibt der Zwack am Buffet-Tisch stehen und isst, was er von unten aus erreichen kann. Endlich schafft er es, sich die Plätzchenschüssel zu angeln. Er stopft sich drei Kekse in den Mund, nimmt je zwei in die Hand und wartet, bis im Mund endlich wieder Platz für Nachschub ist. Am Ende des Nachmittages wird er alle Plätzchen gegessen haben und Danielle wird mir noch fünfmal versichern, dass er heute Mittag auch zu essen bekommen habe, Nudeln, vier Portionen.

Der Bauch des Zwack gleicht nun meinem. Und dem von Katha-Minna, die sich einen Ball unter den Pulli stopft. Die Schüssel ist leer, alle gucken ungläubig erst das Kind an, dann mich. Ich zucke gedanklich mit den Schultern. Weil es nichts mehr zu essen gibt, schiebt der Zwack ein wenig Mandarine nach. Dann fahren wir nach Hause. Abendbrot.

Ich weiß nicht genau, wie er das macht. Anstatt allein in die Breite zu wachsen, wacht der Zwack am nächsten Morgen größer auf. So groß, dass er endlich an die Türklinken kommt. Mit großer Freude öffnet er Türen (schließlich ist Advent), entdeckt neue Räume und wirft juchzend Teelichter ins Klo. Besinnliche Zeiten.

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