Die großen Fragen. Und Kuchen.

September 4, 2015

Es ist so. Seit einigen Monaten beschäftigt sich der Zwack mit dem Leben, das ist: dem Tod. Wie das sei, wenn Tiere kaputt gingen. Ob die so kaputt gingen wie Glas. Ob man sie dann reparieren könne. Kleben. Ob sie dann noch gucken könnten. Oder Geräusche machen. Ob Menschen auch kaputt gingen. Ob die dann noch sprechen könnten. Oder gucken. Sprechen und gucken sind also Leben.
Das war der Anfang. Die Analogie zu Fahrzeugen war wohl die einfachste für den Zwack, die Kurven zu „gesund werden“ dementsprechend viele.

Im Urlaub die riesige Holzskulptur, Jesus am Kreuz. Wieso dieser Mann überall Blut habe. Ob er nett gewesen sei. Ob er noch gucken könne. Oder sprechen. Jaja, aus Holz. Aber ob der Mann noch sprechen könne. TOT?! Könne man den wieder reparieren? Kein Sprechen? Kein Gucken? Kein Lachen? Nur noch traurig sein? Das müsse er auch nicht mehr, sage ich, nur seine Freunde. Ob man Freunde kaufen könne? Gewinnen, sage ich und endlich fährt ein Traktor vorbei. Mama! Mit Heuballen! Ablenkung genug.

Wann sterben Menschen? Wenn sie hinfallen? Wenn sie alt sind? Wer ist eigentlich alt? Wenn Du hinfällst, bist Du dann kaputt, Mama? Und schließlich: wenn die Menschen kaputt sind – kommen sie dann in den Müll? Abschied, Beerdigungen, Gräber.

Interessant, sagt eine Freundin. Die einzige Frage ihres Sohnes in diese Richtung sei bisher, wieso man Geld in die Parkuhr werfen müsse. Als die Freundin wieder weg ist, fragt der Zwack, ob das ein Baby in dem Bauch sei. Wie das da rein komme. Was Frau und Mann da zu tun hätten. Und er, er hätte gern eine Schwester. So eine echte. So wie den Strizzi, so eine. Dann presst er Daumen und Zeigefinger zusammen und meint, soooo eine kleine Schwester hätte er gerne. Und außerdem wäre er gerne drei Jungs zu Hause.

Das Buch. Die große Frage. Eine Sammlung von Gründen, auf der Welt zu sein. „Um Geburtstag zu haben“, sagt der große Bruder. „Keine Ahnung“, sagt die Ente. „Um das Leben zu lieben“, sagt der Tod. „Damit ich Dich verwöhnen kann“, sagt die Oma. Der Zwack nickt sehr verständig und möchte Kuchen essen. Wozu sonst sei man auch auf der Welt. Mal abgesehen davon, Fragen zu stellen. Ob die Oma eigentlich alt sei, zum Beispiel.

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3 Antworten to “Die großen Fragen. Und Kuchen.”

  1. wiycc said

    Puh! Was für Fragen. Endlich fährt ein Trecker vorbei.

  2. […] Malt seinen Bauch an. Trägt das Töpfchen als Hut. Übertönt die großen Fragen der zwackschen Abendphilosophie mit konstantem „Möööh mööh mööh […]

  3. […] ist so. Die großen Fragen lassen den Zwack nicht los. Pünktlich zum Herbst sprechen wir weiter über Tod und Sterben, […]

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